
Der Ausblick auf die kommende Woche bereitet uns Meteorologen wieder spannende Zeiten, denn die Modellwelt hat ab dem kommenden Mittwoch wieder eine Luftmassengrenze über Deutschland im Programm. Die Ausgangslage wird ein kräftiges Tief vor der Küste Frankreichs bilden, dessen Kern sich um die 974 hPa bewegt. An seiner Vorderseite werden sehr milde Luftmassen aus dem Südatlantik und Frankreich herrangeschaufelt. Gleichzeitig haben wir immer noch den Gegenspieler, das mächtige Hochdruckgebiet über Skandinavien, welches seine Kaltluft in Richtung Süden ausstrecken will. Diese werden sich laut den Modellen irgendwo über Deutschland treffen.


Am Donnerstag soll sich das starke Tief in einer als Rinne weiter Richtung Osteuropa verlagern. Dabei würde mit steigenden Temperaturen die Frostsituation im Norden und Osten Deutschlands etwas entspannen. Aber dadurch wäre dann der Weg für die arktische Kaltluft wieder frei, die dann antizyklonal vom Hoch Richtung Süden Europas vorstoßen könnte. Mit diesem Vorstoß wäre das wieder eine Rückkehr in eisige Zeiten, die dann anders als bisher, auch den äußersten Westen und Südwesten mit erfassen könnte. Damit würden sich dann auch dort eisige Temperaturen einstellen. Anhand der Grafiken sehen wir den Mittwoch noch im Westen und Süden in Plusgraden und den Osten und Norden weiterhin im Frostbereich. Der Donnerstag würde dann schon kühlere Temperaturen im Westen und Südwesten bedeuten.



Vergleichen wir dieses Gefälle mal mit dem GFS, sehen wir am Luftdruck schon den Unterschied, wir haben es mit Hochrruckeinfluss zu tun. Damit wäre ein deutlicher Temperaturanstieg im Westen und Süden Deutschlands verbunden, wie die folgenden Grafiken dies andeuten.


Dadurch wäre dann auch der Mittwoch und Donnerstag ein Tag, an dem die frostigen und winterlichen Verhältnisse für den Norden und Osten des Landes vorerst ein Ende finden würden. Der Modellstand zeigt dies derzeit auf den Karten an.


Nächste Woche erfolgt dann die weitere Aussicht zu diesem Gerangel.
Ein schönes Wochenende wünscht ihnen die Deweko und Tobias Schmitz.