Luftmassengrenze trennt eisige Luft im Nordosten von milder Luft im Westen und Südwesten

Deutschland befindet sich zwischen einem eisigen Hoch über Nordosteuropa und Tiefdruckgebieten über dem Atlantik. Diese Tiefs versuchen weiter, gegen das Hoch anzurennen, kommen aber nicht richtig voran und müssen südwärts Richtung Mittelmeer ausweichen. Dennoch schaffen es schwache Tiefausläufer nach Deutschland und beeinflussen besonders den Nordwesten und Westen des Landes mit etwas Niederschlag. Genau über Deutschland zeigt sich zudem eine Luftmassengrenze, die sich nur wenig hin und her bewegt. Sie trennt teils eisige Luft im Nordosten mit – 5 bis – 8 Grad von milder Luft im Westen und Südwesten mit Werten von 2 bis 8 Grad. Ein strammer Ostwind sorgt zudem für eine noch deutlich kältere gefühlte Temperatur im Nordosten. Ein sogenannter Arctic-Outbreak sorgt zudem für zweistellige Minusgrade über Osteuropa, wie z. B. in der Ukraine oder auch Polen und dem Baltikum.

Die Karte zeigt in etwa die Lage der Luftmassengrenze, die immer hin und her wabert, und da entscheiden teilweise nur wenige Kilometer, ob es bei Dauerfrost bleibt oder ob Plusgrade für Tauwetter sorgen. Besonders im Osten und Nordosten des Landes zeigen sich deutliche Minusgrade, weil hier die abgeschwächte Eisluft liegt. Es zeigen sich hierdurch hohe Temperaturkontraste über Deutschland zwischen Nordost und Südwest. Das wird sich auch am Montag nicht ändern, wobei die Temperatur im Südwesten sogar zweistellig werden kann, während im Nordosten sogar Tageshöchstwerte von −10 Grad möglich werden könnten. Im Übergangsbereich kann es bei Niederschlag zu Schnee, Schneeregen oder Glatteisregen kommen, sodass immer ein Glätterisiko besteht.
In der Nacht zu Dienstag könnte ein neuer Tiefausläufer für Schnee und Glatteisregen sorgen, der uns dann auch am Dienstag beschäftigen könnte. Die Luftmassengrenze wird uns auch weiterhin beeinflussen, wird aber zunächst nach Norden bzw. Nordosten gedrängt.