Liebe Leserinnen und Leser der Deweko, in verschiedenen Medien oder auch in Wetterberichten wird oft der Polarwirbel erwähnt , auch die Begriffe Major Warming oder Plötzliche Stratospährenerwärmung sind sehr oft mit unseren Berichten ein Thema , doch nur wenige wissen überhaupt was dieses Bedeutet und was dieses mit unserem Wettergeschehen zu tun hat , nun wollen wir ihnen dieses Spannende Thema mal ein wenig näher bringen und was die Auswirkungen dieser geschehnisse überhaupt sind.

Dazu bedienen wir uns einer Modellkarte des ECMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage) und schauen von Oben gesehen auf den Nordpol. Zwischen dem Nordpol und dem 60°Breitengrad muss an 4 aufeinander Folgenden Tagen die Temperatur am Nordpol um ca. 50 Grad wärmer sein als am 60°Breitengrad damit zunächst ein Minor Warming erfolgen kann. Dies Geschiet in der Stratosphäre. Die Stratosphäre befindet sich am Nord und Südpol zwischen 8 km bis 50 Km Höhe.Die Temperatur in der Stratosphäre beträgt von ca -60°C bis 0°C. Damit nun ein Majorwarming eintreten kann muss wärend der Minorwarming Phase also ein grosser Temperaturanstieg erfolgen sowie ein Vorzeichenwechsel der Temperaturdifferenz 90./60. Breitengrad und des gemittelten Windes entlang des 60. Breitengrades (Zonalwind, normal West-Ostausrichtung) in der Stratosphäre eintreten.

Damit sie nun eine Vorstellung dessen haben wie die Luftschichten der Erde aufgebaut sind zeigt ihnen die Grafik die verschieden Sphären an, wir bleiben aber bei der Troposphäre und Stratosphäre. In der Troposphäre findet unser Wetter statt, alle Wettererscheinungen werden dort produziert. Tritt das Major-Warming ein, so stellt die Zonalwindumkehr eine in der Stratosphäre gestörte Zirkulation dar. An Stelle des stratosphärischen Polarwirbels positioniert sich (zumindest vorübergehend) ein Stratosphärenhoch.
Interessant ist der Ablauf: die Erwärmung triggert abwärtsgerichtet innerhalb der Stratosphäre, so dass die Erwärmung (temperature wave) von oben nach unten wirkt.Was sind die Folgen daraus? Etwa 3 bis 7 Tage später wirkt sich das Warming auf die unteren Luftschichten aus. In der Regel führt ein Major Warming zur Störung oder gar zum Zusammenbruch des troposphärischen Polarwirbels (500 hPa), der für unser Wetter auf der Nordhalbkugel im Winter interessant ist.

In der Folgenden Graphischen Darstellung kann man an den Tabelarischen Werten Links die Temperaturspanne zwischen 45°C und -15°C erkennen. Hauptaugenmerk ist die 0°C grenze. Die Strömungslinien in Blau sind der Lauf der Zonalwinde als Vorhersagelinien. Dieser soll laut dem ECMWF ab dem 03.032026 bis zum 08.03.2026 deutlich unter die 0°C fallen . Die Rote Mittlere linie ist das langjährige Klimamittel . Dadurch wird der Polarwirbel sehr Schwach und ende April anfang Mai auflösen, was dann den Beginn des Sommers einläuten wird . Was sind die Folgen daraus? Etwa 3 bis 7 Tage später wirkt sich das Warming auf die unteren Luftschichten aus. In der Regel führt ein Major Warming zur Störung oder gar zum Zusammenbruch des troposphärischen Polarwirbels (500 hPa), der für unser Wetter auf der Nordhalbkugel im Winter interessant ist.

So kann man auf der Wetterkarte für den Luftdruck 500 hPa auch erkennen das bei Grönland, Island auch Kaltluftausbrüche auf dem Atlantik vorhergesagt werden wärend sich gleichzeitig eine Blockingwetterlage richtung Island , Skandinavien sich aufbaut . Sollte sich ein Minor-Warming zu einem Major-Warming in Stratosphärenhöhe weiterentwickeln, so bleibt das nicht ohne Auswirkungen für die unteren Luftschichten. Da keine Temperaturgegensätze in der Höhe mehr vorhanden sind, brechen die zonalen Winde in sich zusammen. Anders formuliert existiert der Polarjet nicht mehr. In Folge zeigte sich in der Vergangenheit auch eine Häufung vom Zusammenbruch der westlichen Winde über Mitteleuropa und nachfolgend war der Weg für die sehr kalte Polar- oder Kontinentalluft nach Mitteleuropa frei. Sehr häufig berechneten die Wettermodelle den Umschwung sehr spät, wie bspw. im Februar 2018. Zuvor waren die Prognosen mit milden Aussichten noch eingefahren.
Nicht selten positioniert sich bei einem Major-Warming im Bereich zwischen Grönland, Island und Skandinavien ein Hochdruckgebiet und sorgt mit einer von Ost nach West verlaufenden Grundströmung auch in tiefer gelegenen Luftschichten für eine gestörte Zirkulation. Hält dieses Phänomen längere Zeit an, so wird es mit fortschreitender Zeit für den Polarwirbel immer schwerer, sich zu stabilisieren. Gelingt dies nicht, spricht man von einem frühzeitigen Final-Warming, was auch noch weite Teile des Frühjahrs und des Sommers beeinflussen kann. Je nach Struktur können sich über Frühlingsmonate von März bis Mai häufiger Hochdrucksysteme über dem skandinavischen Raum bilden und die Zirkulationsstruktur nachhaltig stören.

Die Auswirkungen einer Plötzlichen Stratosphärenerwärmung auf die Troposphäre , also unsere Wetterschicht findet in der regel immer Verzögert statt. Zumeist 1-3 Wochen nchdem die Erwärmung stattgefunden hat wirkt diese erst auf unsere wetterschicht aus . Hier mal als beispiel einige auswirkungen in der Vergangenheit
Übersicht vergangener Major-Warming und die Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland
| Monat | Ereignis | Temperaturabweichung |
|---|---|---|
| Dezember 2018 | Verschiebung | Dezember, Januar und Februar zu mild |
| Februar 2018 | Polarwirbelsplit | Februar und März zu kalt |
| Januar 2013 | Polarwirbelsplit | Januar normal, Februar und März zu kalt |
| Januar 2012 | Verschiebung | Januar zu warm, Februar zu kalt, März zu warm |

Zusammengefast im letzten bild die auswirkungen der Plötzlichen Stratosphärenerwärmung
Ich hoffe ihnen einen kleinen Spannenden Einblick vermittelt zu haben und bis zum Nächsten Bericht meinerseits eine gute Zeit gewünscht
T.S.