Ab Mittwoch, den 26. März 2026, steht in Deutschland ein tiefgreifender Wetterwechsel bevor. Mehrere Polarluftvorstöße beenden die milde Frühlingsphase und sorgen bundesweit für einen massiven Temperatursturz. Während in den Niederungen nasskaltes Aprilwetter mit Graupel- und Schneeregenschauern dominiert, drohen in den Mittelgebirgen sowie an den Alpen winterliche Straßenverhältnisse durch Neuschnee. Zudem muss ab der Wochenmitte nachts verbreitet mit Frost gerechnet werden; über frisch gefallenen Schneeflächen sind lokal sogar zweistellige Minusgrade möglich.
Änderung der Großwetterlage ab Mittwoch
Deutschland gelangt im Verlauf der Woche in den Einflussbereich einer stark meridional geprägten Wetterlage. Zunächst bestimmt noch eine südwestliche Anströmung das Wettergeschehen, die milde Luftmassen heranführt. Am Mittwoch überquert jedoch eine markante Kaltfront das Bundesgebiet rasch von Nordwesten nach Südosten. Gesteuert von einem Tiefdrucksystem über Südskandinavien und einem weiteren Tief über Italien, wird in der Folge in einem breiten Strom maritime Polarluft nach Mitteleuropa gelenkt. Die Luftmassen weisen in der Höhe von rund 1.500 Metern (850-hPa-Druckfläche) extrem niedrige Temperaturen von -10 bis -11 Grad Celsius auf.
Der abrupte Luftmassenwechsel am Mittwoch führt zu einer enormen Labilisierung der Atmosphäre. Die Kombination aus hochreichender Kaltluft und dem Feuchteeintrag über die Nordsee sorgt für ausgeprägtes Rückseitenwetter. Meteorologisch resultiert dies in einer starken Schaueraktivität, der Entwicklung von Graupelgewittern und signifikanten Stauniederschlägen an den Nordrändern der Gebirge. Die synoptischen Modelle signalisieren übereinstimmend eine anhaltend blockierte Lage, die eine Rückkehr zu stabilen Hochdruckbedingungen vorerst verhindert.
Aktuelle Prognosen für die neue Woche
Frühlingshaftes Intermezzo zum Wochenstart Am Montag und Dienstag zeigt sich das Wetter in weiten Teilen Deutschlands noch von seiner freundlichen Seite. Am Dienstag werden bei zeitweiligem Sonnenschein und einer südwestlichen Anströmung Höchstwerte zwischen 12 und 18 Grad Celsius, regional sogar bis zu 20 Grad Celsius erreicht. Ausnahmen bilden die Küstenregionen an der Nordsee, wo bei aufziehenden kompakten Wolkenfeldern lediglich 7 bis 11 Grad Celsius gemessen werden.

Temperatursturz und Kaltfrontdurchgang am Mittwoch Am Mittwoch erfasst die Kaltfront rasch das gesamte Land. Innerhalb weniger Minuten fallen die Temperaturen lokal um bis zu 10 Grad Celsius. Der Durchgang der Front ist mit kräftigen Niederschlägen verbunden. Im Flachland treten diese als Regen, Schneeregen oder in Form von Graupelgewittern auf. In den Hochlagen der Mittelgebirge – unter anderem in der Eifel, im Hochsauerland und später im Erzgebirge – geht der Niederschlag in Schnee über. Besonders in den späten Nachmittags- und Abendstunden besteht hier akute Glättegefahr durch Schnee und überfrierende Nässe.
Aprilwetter und anhaltender Nordstau Der Donnerstag ist geprägt von klassischem Aprilwetter. Bei Höchstwerten zwischen 0 und 9 Grad Celsius ziehen im Flachland wiederholt Regen-, Schnee- und Graupelschauer durch, teils begleitet von kurzen Gewittern. In den Mittelgebirgen fallen weitere Schneeschauer. An den Alpen setzt langanhaltender Stauniederschlag ein, der primär als Schnee fällt und die Lawinengefahr in den betroffenen Gebieten stark ansteigen lässt.

Frostnächte und Wetterberuhigung zum Wochenende In der Nacht zum Freitag kühlt es bundesweit spürbar ab. Bei Aufklaren über Schneeflächen sinken die Tiefstwerte tief in den Frostbereich. Am Freitag und Samstag schwächt sich die Schaueraktivität allmählich ab und die Sonne setzt sich häufiger durch. Die Tageshöchsttemperaturen erholen sich leicht und erreichen am Samstag im Westen wieder bis zu 13 Grad Celsius. In höher gelegenen Alpentälern verharren die Werte hingegen bei rund 3 Grad Celsius.
Fazit:
Die Wettermodelle zeigen für Deutschland bis in den April hinein eine anhaltend unbeständige und nasskalte Tendenz. Weitere Vorstöße maritimer Polarluft sind für den Beginn des neuen Monats bereits berechnet. Ein durchgreifender, milder Frühlingstrend ist auf Bundesebene mittelfristig nicht in Sicht.